la monodromie dialectique

Just another WordPress.com weblog

Kameradin, Kameradin

with 19 comments

Kameradin, ich sah dich in der Menge, deine Augen hatten es mir gesagt, du hattest nein gesagt, einmal zweimal dreimal, nein gesagt zu ihrer Wirklichkeit.

Kameradin, ich sah dich in der Menge, deine Augen sagten es mir, du wuerdest wieder nein sagen, zu ihren kleinen Demuetigungen, ihrer Angst, du koenntest so werden wie sie, ihrer Angst.

Doch Kameradin, ich hatte deine Augen in der Menge gesehen, einmal zweimal dreimal, die nein gesagt hatten, zu ihrer Angst, du koenntest so werden wie sie, denn so wie sie wuerdest du niemals werden, ihr Gefaengnis das sie Freiheit nennen wuerdest du niemals betreten.

Kameradin, ich hatte deine Augen in der Menge gesehen und diese Augen sagten nein, und diese Augen waren wie die meinen und obwohl dein Gesicht nicht wie das meine war, dein Haar nicht wie das meine, deine Haut nicht wie die meine, hattest du meine Augen gesehen, die waren wie die deinen.

Kameradin, sie wollten sie dir nehmen, nachdem sie dir deine Freiheit genommen hatten, deine Wohnung und deine Kinder, wollten sie dir deine Gedanken nehmen, deine Wuerde, deine Augen und du hattest nein gesagt, das Haus ihrer Raubtaten wuerdest du niemals betreten.

Kameradin und ich hatte dich erkannt, an deinen Augen, in der Menge, in der du nicht allein warst, hatte ich dich gesehen und ich hatte gewusst, du hattest mich gesehen und du wusstest dass du nicht allein warst und du hattest nein gesagt einmal zweimal dreimal.

(nach Bernard Marie Koltes)

Advertisement

Written by andreask9

August 27, 2011 at 5:40 pm

Posted in Uncategorized

19 Responses

Subscribe to comments with RSS.

  1. ..während sich der tageSSpiegel in neueren Artikeln wie gewohnt widerwaertig fuer ‘volksdeutsche’ ‘Minderheiten’, diesmal die ‘Schwaben’, ins Zeug legt und deren ‘Diskriminierung’, nicht einmal zwischen den Zeilen, auf überaus widerwaertige, im Grunde skandaloese Weise mit der Judenverfolgung in Europa vergleicht, wir werden diese teutonisch-duemmlichen Widerwaertigkeiten noch beleuchten muessen, ist an dieser Stelle vielleicht ein kurzes Schlaglicht auf die Befindlichkeiten in angeblichen ‘Migrantenbezirken’ wie Berlin-Wedding angebracht, die erstaunlicherweise nicht erst seit der Invasion der Rock-ueber der Jeans-Traegerinnen aus dem *Osten* und ihrer maennlichen Pendants (Schwaben?) ganz und gar von weissen Deutschen ‘Kulturmenschen’ und ihren Vorlieben, als da waeren, Rassismus, Gewalt, Verfolgung, gepraegt sind, etwa ist es bedrueckend zu bemerken, dass nach dem Umzug ins Weddinger Yuppieviertel (mindestens ein Feinkostladen pro km²) nicht etwa WENIGER Nazis meinen Alltag queren, sondern deutlich mehr, allein in der ersten Woche nach einem Umzug hoerte ich mehrere male, sowohl von juengeren weiblichen Alkoholikern, aelteren deutschen Hundebesitzern und leider nicht identifizierten Personen, das offenbar immer irgendwie passende Wort vom ‘Scheiss-Kanaken’ durch die heimelige Strasse hallen, jeweils oefters wiederholt, mit Inbrunst, nicht einmal in Prenzlauer Berg hatte ich einst eine deratige Rassismusdichte beobachtet [und das will etrws heissen]. Dass einer der hierdurch bezeichneten sich mit ‘Scheiss Nazi’ revanchierte, es handelte sich um einen Schwarzen Passanten mit laengeren Rastalocken und Kind, scheint seltsam unpassend, wie ein Euphemismus, denn das passendere Wort, das hatte ich fast vom Balkon aus einwerfen wollen, waere in dieem Falle *Scheissdeutscher* gewesen, denn mit den 2,3% NPD-Waehlerschaft am Orte ist diese ‘Scheiss-Kanaken’-Rufer-Inflation wahrlich nicht mehr zu erklaeren.

    Was aber, um wieder auf das Anfangsmotiv zurueckzukommen,. noch viel mehr verstoerte war, dass man im Wedding gut beobachten kann, dass die Grundaggressivitaet eines jeweiligen Viertels sehr gut nicht nur mit der Anzahl der Yuppies, sondern vor allem auch mit der reziproken Naehe zu Prenzlauer Berg und damit der Anzahl der (‘alternativen’) ‘Roecke ueber der Hose’-Traegerinnen korrespondiert, je hoeher also deren Anzahl, desto sicherer kann man sein, dass man an allen Ecken und Enden diese sattsam bekannten Angst-Gesichter weisser deutscher Kunst- und Soziologie-Studentinnen sieht, diese Gesichter die schon dann herunterklappen duerften, wenn ihnen irgendein Stuttgarter Muttersoehnchen, das zufaellig schwarze Haare hat und gerade aus IBIZA zurueckkommt und im Wedding irgendeine hippe Galerie sucht, ueber den Weg liefe, wie man durchaus annehmen darf, denn so einfach ist man als deutsche/r StudentIn dann offenbar doch gestrickt. Dass aber die Konsequenz dieser Angstgesichter, und nicht etwa deren URSACHE, tatsaechlich eine zunehmende Anzahl von miesgelaunten Menschen mit ‘Migrationshintergrund’ ist, das sei hier nur am Rande erwaehnt, so also kippen solche Viertel langsam um: unter der Invasion der Kulturmenschen, der Angstgesichter und der Roecke-ueber-der-Hose-TraegerInnen, dass die sprichwoertlichen deutschdeutschen Prolls und Spiesser, allen ‘Kanaken’-Rufern zum Trotz, im westlichen Teil Weddings noch immer weitaus gelassener ihren Status der ‘letzten Deutschen’ (o-Ton TageSSpiegel) verfechten, scheint in alldem fast wie eine bittere Pointe: die buergerlich-intellektuelle weiss-deutsche Fraktion, sie macht es immer noch schlechter als alle anderen.

    andreask

    August 29, 2011 at 11:19 pm

  2. ..beim TageSSpiegel weiss man nach wie vor nicht, welche Widerwaertigkeit man als erstes kommentieren muss, im Grunde, wie man sogleich sehen wird, ist hier offenbar Hopfen und Malz verloren und man muss sich wuenschen, man haette diese abgrundtief stumpfe Zeitung nie aufgeschlagen, aber der gesamte Familienkreis ist ja durch Tagesspiegellektuere deformiert, die Leute entwickeln sich im gemeinsamen Konsens und deshalb gottseidank ungestoert zu Dominanzgesellschafts-fixierten ‘Kulturmenschen’, mit allen Konsequenzen (s.o.). Nachdem also der Tagesspiegel im Falle des weissen privilegierten U-Bahnschlaeger-Muttersoehnchens von vornherein das Opfer unisono mit der Polizei kriminalisiert, verdaechtigt (‘er ist zuerst aufgesprungen’) und unterschwellig laecherlich gemacht hatte, schliesslich findet man hier keinen blonden Heiligenseer Gymnasiasten, holt man anlaesslich des Prozesses die groteske Mitleidskeule fuer den Taeter Torben ‘Rektal’ P. heraus: er sei ‘ein ganz lieber’. Dass (nicht nur) in Reinickendorf alle ‘ganz lieb’ sind, solange sie das Weltbild vom ‘guten Wir-Deutschen’ und den ‘boesen anderen’ in irgendeiner Weise, ob verleugnet, unterschwellig, offen oder im Sinne von ‘es gibt auch gute Muslime’ transformiert, irgendwie teilen, muss der Tagesspiegel natuerlich verschweigen, und so liest man die offene Parteinahme fuer den weissen Gewalttaeter inzwischen ungeschminkt im Tagesspiegel:

    “Sanja T. sagt: „Torben ist ein ganz Lieber. Sehr witzig, aufgeschlossen, nie aggressiv, sehr höflich, liebenswürdig, sehr reif. „Keine negativen Eigenschaften?“, fragt der ungläubig der Richter. „Vielleicht etwas unpünktlich“, meint die Zeugin. [das musste kommen, Reinickendorf..]

    Gerade mit Erwachsenen kann Torben gut, und wie es scheint, half ihm das nach der Tat. Sanjas Eltern fuhren mit dem in der Presse als Prototyp nicht zu bändigender Jugendgewalt Abgestempelten nach Ostern für mehrere Tage zum Campingplatz ans Tropical Islands. „Er war nicht fröhlich. Er hat über nichts anderes geredet, die Stimmung war angeschlagen.[schnief]“

    Wie schon im Falle des notrwegischen Terroristen: die Tat wird individualisiert, man zitiert breit Familienangehoerige, die ihn als ‘liebsten Menschen der Welt’ kennen, das nicht hinreichend weisse Opfer hingegen wird als uneinsichtig, starrkopefig (‘er wollte meine Entschuldigung nicht hoeren’) und ‘bildungsfern’ dargestellt, man hebt die positiven Eigenschaften des Taeters hervor. Wie kontraer jedoch das Bild im Falle der ‘migrantischen’ U-Bahnschlaeger zwei Monate zuvor: die Presse beschliesst unversehsn, im Konsens und GEMEINSAM mit der Polizei, von Mordversuch zu reden, dem Opfer wird hier (korrekterweise) breiter Raum gegeben, den Hassaufrufen der Schwester des Opfers noch breiterer, vom Kontext der Taeter, deren Tat pflichtschuldig kollektiviert wird, liest man kein Wort als das von der ‘unfassbaren Migrantengewalt’, niemand hat, und das bemerkenswerteste ist ja dass all dies voellig im off der Wahrnehmungsfaehigkeit jener achso intelligenten Gesellschaft geschieht, auch nur das geringste Beduerfnis, in den Taetern etwas anderes als jugendliche Auslaender-Bestien zu lesen, noch ihre soziale Herkunft gerinnt zum abstossenden Detail eines Horrorszenarios– wie anders bei unserem Torben ‘Rektal’ P.: er wird, ganz wie unser alle kollektive Geschichte, zu unserem (un)heimlichen Idol: die friedliebenden deutschen Kulturmenschen und *ihr* grosses tief empfundenes Problem mit der ‘singulaeren Gewalt’, jener Gewalt, die fuer die ‘anderen’ im Griff der Mehrheitsgesellschaft, der Behoerden, der Polizei, so alltaeglich, unsubtil und fratzenhaft ist wie sie fuer ‘uns’ subtil, singulaer, traenselig entschuldbar und ganz und gar Kulturmenschen-uncharakteristisch ist: der tumbe Deutsche im Wahn seiner quasi angeborenen moralischen Groesse, buaerks.

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/brutal-zugetreten-und-doch-ein-weichei/4557214.html?p4557214=2

    andreask

    August 30, 2011 at 8:03 pm

  3. ..und natuerlich, die Philosophen von der Sarrazinschen Kulturmenschengilde werden nun einwenden: seht, wir nehmen es uns heraus, ebenso nein zu sagen, nein zu sagen zu ‘degenerierten Einwanderern’ aus Anatolien, nein zur kosmopolitischen Haltung, nein zur ‘faulen Wirtschaftsmigrantin aus Afrika’ usw., nur was sie in Wirklichkeit tun, und das faellt diesen Kleingeistern natuerlich nie auf, sie sagen ja: ja zur Macht der tumben Mehrheit im ‘eigenen Land’, ja zu den ‘Erfordernissen der Umstaende’, als da waeren, die globale Wirtschaft, die Boersen, die Tanten und Onkel auf dem heimischen Lande, ja zur phantasierten ‘Convergence towards the mean’ eines unbedarften Galton, ja zum scheinbar ‘offensichtlicen’, zur ewigen Wahrheit des eigenen, dem Archaismus unterworfenen Halbbewussten, ja zu ‘tragischen’ deutschen Geschichte, immer nur ja, ja ja. Nur wie hatte die taz Robert Musil einmal hellsichtig zitiert, dessen Jahrhundertroman ‘Mann ohne Eigenschaften’ Brecht mit den Worten ‘Scheisse’ charakterisiert hatte:

    “Die Schwäche der Deutschen brachte er genau auf den Punkt, weil es eben seine Stärke als Mensch wie auch sein Verhängnis war: “Das Volk, wo man nicht nein sagt”. Musil sagte dauernd nein. Darin war er nicht “mittelgroß”, sondern erhaben.”

    http://www.taz.de/!76580/

    andreask

    September 3, 2011 at 8:24 pm

  4. ..der Tagesspiegel rudert unterdessen ein Stueck zurueck, wo man noch vordem ausfuehrlich ueber den ‘unsrigen’ Gewalttaeter mit sonnigen Worten zitieren liess und die angeblich allzu negative Presse brandmarkte, dabei in anderen Artikeln subtile Vergleiche zwischen der Judenverfolgung und der ‘Schwabenverfolgung’ nahelegte, geht man jetzt aufs ganze: Harald Martenstein vergleicht (‘ich will nichts vergleichen’) Torben P. mit Adolf Eichmann und in der Tat, wenn auch diesem Vergleich in Zweifelsfalle wieder Abgruende der Holocaustrelativierung zugrundeliegen koennten, ist doch eine valide Beobachtung die, dass sich das Selbstverstaendnis zur privilegierten Klasse gehoerender europ. Taeter nicht geaendert hat: Hoeflichkeit , Selbstreflexion, gemaessigte Buergerlichkeit, steife Floskelhaftigkeit, Worte des ‘Bedauerns’, all das gehoert nicht erst seit Eichmann zu den (Exzess-)Taetern weissen deutschen oder europaeischen Zuschnitts wie das Ei zum Huhn gewissermassen, man entschuldige diesen Vergleich:

    “Vor allem Eichmann soll, wenn er nicht gerade mordete, ein freundlicher, kultivierter und zurückhaltender Mann gewesen sein. (..) Eine Sozialarbeiterin sagte vor Gericht, zu Torbens Entlastung, er suche von sich aus das Gespräch, sei höflich, konzentriert, aufmerksam, er befasse sich viel mit seiner Tat und denke viel über sich nach. Ich will nichts gleichsetzen, ich möchte lediglich auf den Irrsinn eines Arguments hinweisen: Das alles könnte man, genauso, Wort für Wort, auch über Anders Breivik sagen, den Oslo-Killer.”

    http://www.tagesspiegel.de/meinung/macht-taeter-nicht-zu-opfern/4572248.html

    andreask

    September 4, 2011 at 11:46 am

  5. ..maybe the following text from an innocent okcupid-conversation with a (blonde) female Russian heavy-metal- and ‘deutscher Militaermarsch’ -fan to illustrate how ‘subtle’ and popular secondary antisemitism, racism and homophobia has become in Europe again, in a short note on her bias towards Raul Hilberg, homosexual protest-events and jewish people in general she conveys a telling excerpt of modern european regression:

    “I have no idea which Bulgakov you’re referring to, maybe Alexander, definitely not the famous Mikhail Bulgakov [whom I referred to in the context of antisemitism]. Anyways, what I wrote in my previous messages is my personal opinion. I’m not forcing this on anyone. But what I want to say is that I do not take part in any racist, anti-semitic and other movements (as for gay people I believe they could be more decent and not force [!] their sexuality on other people by their parades and stuff – straight people somehow manage not to – again IMHO) but advise a person to read some Jewish guy’s [!] book about holocaust only on account of my liking military marches is downright weird. And as for the cow that’s been milked for ages [she means the holocaust] – I only wanted to stress that not only Jewish people were victims in that War, but only Jewish are still entitled to special treatment and benefits [!]. Not Russians, not other nationalities. That’s it. MY PERSONAL OPINION. If you wish to continue questioning me about that – I’m not interested in further conversation. ”

    (one should mention that only jewish people still have restricted access to Russian universities, this didn’t change since WW2, more or less)

    andreask

    September 5, 2011 at 6:52 pm

  6. überfluessig im uebrigen zu erwaehnen, dass exakt das Phantasma des durch den Holocaust bevorteilten heutigen Juden dasjenige war, das Deutschland vor allen anderen westeuropaeischen Staaten in einer der letzten FES-Studien zur gruppenbezogegen Menschenfeindlichkeit (negativ) auszeichnete, die Zustimmungsraten zu dieser Denkfigur waren in Deutschland hoeher als in allen anderen untersuchten Staaten und lagen bei fast 70%, der Leser moege dies selbst nachschlagen.

    andreask

    September 5, 2011 at 8:18 pm

  7. ..kurze Notiz vom welche-rassistische-und-populistische-Partei-haetten-se-denn-gern-Tag: die weisse deutsche Elite im Wedding ist endlich einmal unter sich, die Dichte von Rock-ueber der Hose-Traegerinnen im Wahllokal exzeptionell hoch, man ist endlich einmal herausgehoben, das eigentliche Wedding steht distanziert an der Tuer ihrer Spielcafes und starrt auf die Passanten: im Wahllokal ist man so geblendet von Persil-weissen Deutschen, vor dem Tresen, hinter dem Tresen, dass man MIR im besten Kleinkind-langsamen damit-du-als Auslaender-verstehst-deutsch auseinandersetzt, ich muesste ‘nur ein Kreuz’ machen (bei drei Wahlzetteln, wie das) und danach erst meinen Ausweis vorzeigen und dann die Zettel einschmeissen, ich kreuze irgendwas an, eine linke islamophobe und antisemtische Partei und eine eher konservative Partei, die staendig durch Aufaelle gegeeueber schwarzen WaehlerInnen auffaellt, aber zumindest die Autos aus der Innenstadt verbannen will. Vor der Urne faellt auf, dass ich im falschen Wahllokal bin, da erst vor fuenf Wochen umgezogen (Sie muessen *mindestens* fuenf Wochen hier gemeldet sein!), man bietet mir, immernoch mit diesem Kleinkind-Tonfall, an, nach dem Wahllokal zu telefonieren, das fuer mich zustaendig sei, ich lehne dankend ab, zeige noch irgendjemandem den Mittelfinger und beschliesse, nie wieder den Versuch zu machen, populistische Rassistenparteien mit albernen Kreuzchen zu bestaetigen.

    andreask

    September 18, 2011 at 4:09 pm

  8. ‘Berlin verstehen’, allerdings, noch die ungluecklichsten Todesfaelle loesen im gemeinen Berliner, und man schaudert ja ob der CDU-Dominanz in West-Berlin, den sattsam bekannten Rechtspopulismus und unterschwelligen Rassismus aus, auf der Flucht vor den sprichwoertlichen ‘U-Bahnschlaegern’ stirbt ein junger Mensch (wie: natuerlich vor dem achso unschuldigen und unbedingt notwendigen *Auto*) und dem Berliner, wie dem beifaellig kommentierenden TageSSpiegel, fallen Kausalitateen ins Truebehirn, die auch der NPD nicht anders ‘einleuchten’ wuerden: ‘Verwahrlosung’, ‘politische Korrektheit’, und nicht ganz ohne Selbstironie: ‘Realitaetsblindheit’, immer mit dem augenzwinkernden Wissen um die ‘unfassbare Migrantengewalt’ im verkommenen Blockwarthinterkopf, was die Oeffentlichkeit allein vor einer einstimmigen ‘Mordanklage’ abhaelt: das Opfer hat ebenso ‘Migrationshintergrund’, man gibt sich darob verhalten. Dass die Gewalt in Berlin weniger mit ‘Migranten’ oder ‘politischer Korrektheit’ als mit der eigentuemlichen Gewaltaffinitaet der deutschen Kultur selbst zu tun haben koennte, fuer jeden auch nur rudimentaer aufmerksamen Beobachter etwa bei einem kleinen Grenzverkehr zwischen Frankreich und Deutschland sehr gut zu beobachten, geht dem Deutschen nicht auf. Im uebrigen: welche Staedte in folgender Aufstellung haben eine um den Faktor 3 hoehere Mordrate als Berlin und welche Staedte haben eine um die Haelfte niedrigere Mordrate, diese Frage geht an alle germanischen Bundfaltenhosenkriminalisten:

    a) London
    b) Paris
    c) Hannover

    (Aufloesung beim naechsten mal, liebe kurzhalsige TageSSpiegel-Keulenschwinger)

    andreask

    September 20, 2011 at 12:32 am

  9. ..nachdem der TageSSPiegel aus Torben ‘Rektal’ P. nun also erfolgreich den empfindsamen und depressiven Bundfaltenhosentraeger gemacht hat, dem sich schon in wenigen Monaten fuersorgliche katholische Privatschulen annehmen wuerden, die schon vor zehn Jahren mit von der Schulleitung fuersorglich organisierten Demos gegen den ‘Terrorismus’ auf sich aufmerksam gemacht hatten (wir verloren ob der sich anschliessenden Dispute unsere letzten Fuersprecher an den 100% weissen, 100% christlichen Horten der kleinbuergerlichen Antiintellektualitaet, wo man auch gern mal Leute mit chronischen Krankheiten, die zur Überpigmentierung fuehren, halb in den Selbstmord treibt, dazu noch mehr an anderer Stelle), nachdem der Tagesspiegel im gleichen Atemzug also die ‘unfassbare Gewalt’ der ‘Migranten’ an jeder Stelle, an der es billig schien, ausgewetzt hatte (in der bundesdeutschen Rechtspraxis bedeutet das ungefaehr einen Multiplikator von vier in Sachen Haftdauer), nimmt er sich jetzt der der ‘political correctness’ zum Opfer gefallenen und ganz offenbar ziemlich zu Unrecht der Homophobie verdaechtigten Schoeneberger ‘Norditaliener’ an, wir erinnern uns: ein Schoeneberger Eisdielenbesitzer war wegen homophober Attacken aufgefallen und hatte ein Kiss-in provoziert, das der Tagesspiegel schon damals auesserst abfaellig kommentiert hatte, man suche sich den Artikel selbst heraus.

    Nun also sieht sich der Tagesspiegel im Schwange, die Sache endgueltig zu beurteilen und siehe da, man zitiert allerhand Leute, die den ‘Norditaliener’ [natuerlich,so ein sizilianischer Mafioso waere wohl eine ganz andere Kategorie] in Schutz nehmen, er sei im Grunde nur ein netter Kerl, ein wenig aufbrausend vielleicht [eben doch ein Italiener] und um ‘seinen’ Platz vor dem Cafe etwas Kleingaertnerbedacht– dass die Kategorie des Kleingaertners nicht gar so weit von der Kategorie der Rassisten und Homophoben entfernt ist, das geht dem Tsp. einmal mehr nicht auf und so liest man mitleidheischend:

    “Eigentlich will Paolo Savaris nur Eis am Nollendorfplatz verkaufen. Doch dann hat er ein lesbisches Paar vertrieben – und seitdem mächtig Ärger.(..)Die Situation eskalierte und droht heute seine Existenz zu zerstören.(..)Weitere Homosexuelle meldeten, dass sie von Savaris angegangen wurden. Der Öffentlichkeit war schnell klar: Paolo Savaris ist homophob. Es gibt in diesem Kiez [klar, Homosexuellenmillieu eben] kaum eine schlimmere Brandmarke.”

    usw., immer in diesem unterschwellig homophoben Ton die Homophobie belaechelnd, schliesslich aber zitiert man einen (wie man triumphierend anfuehrt: schwulen!) Restaurantnachbar und siehe da, wir haben ein deja-vu mit jungen Militaermarsch-liebenden Russinnen (bitte nach oben scrollen):

    “Gegenüber den zwei Frauen habe Savaris nur sein Hausrecht ausgeübt. „Wir schicken auch Leute weg, wenn sie sich vor unserem Laden die Zehennägel reinigen wollen. Toleranz ist wichtig, aber man muss anderen nicht aufs Auge drücken, was sie nicht sehen wollen.“

    Dass hier ein Homosexueller selbst das oeffentliche Kuessen von zwei Lesben mit dem Reinigen von Zehennaegeln gleichsetzt, macht die Sache nicht gerade besser, aber gibt dem TageSSpiegel die Gelegenheit, seine sattsame bekannte Homophobie zu legitimieren, das altbekannte Schema: suche dir einen privilegierten ‘Migranten’, der sich gegen die unterprivilegierten in Szene setzt (siehe Sarrazin in Kreuzberg), suche dir einen Schwulen, der beklagt, dass andere Homosexuelle ihre Sexualitaet oeffentlich ausleben, suche dir einen arrivierten Roma, der die Kriminalitaet anderer Roma geisselt und toent, man muesse sie eben ‘mittelfristig zurueckschicken’, so dumm und sattsam historisch bekannt das Schema ist: die Nazis, vor allem Eichmann, verwendeten es exzessiv, indem etwa die ‘Kooperation’ der ‘Judenraete’ und zuvor auch der Zionisten in Sachen Deportation sowohl als Mittel der ‘Vertrauensgewinnung’ als auch einer perfiden Legitimation auf dem Felde des Gewissens (Eichmann: ‘wir haben gut mit den Judenraeten kooperiert’) angefuehrt wurde, so gut funktioniert es im Jahre 2011–was frueher gut funktioniert hat, das funktioniert heute umso besser.

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/bitterer-beigeschmack/4628640.html

    andreask

    September 21, 2011 at 1:13 pm

  10. ..was passiert, wenn weisse Deutsche ueber Feminismus reden, liest man weiterhin im Maedchenmannschaft-blog, man meint WEIT zum Thema ‘gender’ auszuholen, geisselt jene, die meinen, nach der Lektuere von lediglich ‘ein oder zwei Buechern’ mitreden zu wollen und vermeidet es tunlichst, auch nur im geringsten anzudeuten, dass die Diskurse ausserhalb Deutschlands ‘gender’ laengst nicht mehr derart isoliert betrachten und solche Artikel um gender ohne die Erwaehnung von ‘race und class’ unmoeglich waeren, aber da man ja in D. ist, definiert man ja selbst, wie der Diskurs auszusehen hat und solche gemeinen Kommentare wie die folgenden ist man ohnehin geneigt, nicht zu veroeffentlichen, weswegen wir es jetzt tun:

    ————
    ..schoen, dass man mehr als ’1, 2 Buecher’ zum Thema gelesen hat und seinen weiten intellektuellen Radius nunmehr in die Empfehlung von genau DREI Buechern, geschrieben von ausschliesslich weissen Deutschen, muenden laesst, obwohl jeder weiss, dass der deutsche Diskurs um gender, race und alles was damit zusammenhaengt sowohl ein Diskurs aus zweiter Hand als auch hoffnungslos rueckstaendig ist. Was soll das?

    PS. ihr habt meine Abneigung nicht qua Existenz, ihr erabeitet sie such immer wieder von neuem.
    ————
    PPS. oh doch, man deutet an, naemlich hier (!):

    “Es gibt mehrere Theorien aus verschiedenen Wissenschaftszweigen, unter denen das oben genannte betrachtet werden kann, das jetzt aber zu erklären, bräuchte einen eigenen Eintrag (oder mehrere).”

    http://maedchenmannschaft.net/geschlecht-sichtbar-machen-aber-wie/

    andreask

    September 21, 2011 at 3:56 pm

  11. ..um noch kurz dies zu kommentieren, in einem blog, den man offenbar ironisch ‘medienelite’ nennt, ist man sich nicht zu schade, folgende Behauptung aufzustellen im Kontext einer Argumentation, in der die brechende Maennerdominanz in der Piratenpartei damit relativiert wird (nur wozu?) auf die faktische weisse heterosexuelle Maennerkultur aller anderen Parteien zu verweisen:

    “Denn Herr Angele, so viel Differenzierungsarbeit muss schon sein, es sind die ‘künstlerisch-kulturellen Milieus’, zu denen sicherlich keine einzige Partei gehört [aber die Piraten wohl doch?], in denen Menschen, die nicht zur Norm passen (wollen), noch die meisten Entfaltungsmöglichkeiten haben. Aber wenn mensch nur in starren “euromale white hetero” Standard-Institutionen denkt, kommt mensch da auch nicht drauf. Ich empfehle die kulturwissenschaftlichen Einlassungen von People of Color zu diesem Thema”

    http://medienelite.de/2011/09/20/parteiausschluss/

    Nun, damit zeigt man einmal mehr den mentalen Bias: die ‘kuenstlerisch-kulturellen Milieus’, das ist in Deutschland der gruene, gern anthroposophie-nahe Mittelstaendler und Laptop-Fetischist, denn niemand, der etwa im Wedding streeetdance oder spoken word oder hiphop macht, wuerde sich mit spitzen Lippen den distinguierten ‘kuenstlerisch-kultutrellen Milieus’ nahe fuehlen und nach all meinen Erfahrungen, Frau Lantzsch: es gibt nichts bornierteres, elitistischeres, unfreieres und mehr auf gesellschaftliche Normen fixierteres als das weisse buergerliche ‘kuenstlerische Milieu’ in Deutschland, allein die Fixation auf Aussehen, Lebenslaeufe, intellektuelle Repraesentation und ‘book-counting’, dieser Autoritatrismus, mit dem Frau Lantzsch die ‘Aufklaerung’ in den Universitaeten verortet, sagt schon alles, aber man glaubt offenbar, wenn man sich an einer Stelle gegen all das ausspricht, und sei es nur halb-ironisch, koennte man es dem Leser GLEICHZEITIG oder andernorts permanent auf dem unbewussten Silbertablett unterjubeln, schliesslich fuehrt man noch ziemlich undifferenziert die ‘PoC’ als Kronzeugen an, hier ploetzlich reichen sie hin, das weisse buergerliche ‘alternativ-kuenstlerische’ Milieu in Deutschland als den Hort von Freiheit und Emanzipation darzustellen. Ich frage mich nur: woher kommen dann die *wichtigen* Expertenmienen in den von weissen deutschen dominierten Race, Class und Gender-Seminaren, woher all dieses klamme Aufsammeln von Qualifikationen, Auslandsaufenthalten, Referenzen aller Art, woher diese Buffets und handverlesenen Tagungen, woher diese langen Lebenslaeufe unter jeder kleinen Tanzperformance in sicherlich achso hippen Fabriketagen? Leute, all das langweilt mich unaussprechlich.

    andreask

    September 21, 2011 at 4:25 pm

  12. .. es wird immer besser in der ‘Maedchenmannschaft’, waehrend man kritische Kommentare, die sich auf das nicht-Erwaehnen der Begriffe ‘race’ oder ‘class’ im Kontext einer ‘theoretischen Abhandlung’ von ‘gender’ beziehen loescht und in dieser Frage auf ‘andere Wissenschaftszweige’ verweist, veroeffentlicht man ein Interview mit einer bekannten muslimischen Frauenaktivistin (Sabina England) nicht nur offenbar ohne den uebersetzten Text vorher auch nur einmal durchgelesen zu haben (der Text wimmelt vor Fehlern), sondern schaltet SOFORT, wir erinnern uns an den TageSSPiegel, Kommentare darunter frei, die von ‘islamischem Imperialismus’ reden, weil England es wagte, die Begriffe Israel und Apartheid in Verbindung zu bringen, man veroeffentlicht also die vorgeblichen ‘Universalisten’ aus dem rechten antideutschen Lager, die sich inzwischen als ‘Islam-Imperialismus-Kritiker’ betaetigen, ohne mit der Wimper zu zucken, waehrend man bloede Staenkerer, die das eigene Selbstbild beschaedigen, loescht. Hier daher noch ein weiterer meiner Kommentare in dieser Sache:

    —-
    “Der moderne Fortschritts- und “It gets better”-Glaube (am besten von allein) ist in meinen Augen eine Verwässerung und Unsichtbarmachung von Machtverhältnissen, hemmt politisches und emanzipatives Potenzial”

    nein, besser wird es tatsaechlich nicht, deutsche Frauen haben schon in der Weimarer Republik ‘ihre Fragen’ von denen anderer Marginalisierter getrennt, insbesondere von den Fragen die die Juden angingen und behauptet, es handele sich um ‘andere Wissenschaftszweige’. Und ebenso begeistert ihre lokale Provinzforschung vegoettert. Und zur Legitiimation ‘die anderen zitiert’, ohne sich deren Interviews überhaupt noch einmal durchzulesen.
    ——

    http://maedchenmannschaft.net/geschlecht-sichtbar-machen-aber-wie/#comment-50383

    andreask

    September 21, 2011 at 7:40 pm

  13. ..vielleicht noch dies zur Sicherung von anderswo, es geht um den ostentativ weissen, maennlichen Bias der Piratenpartei:

    die Behauptung, man koenne den ‘gleichen Text’ ueber alle Parteien schreiben, ist ausgemachter nonsense, ich halte nicht viel von den Gruenen, aber das Problem der Frauenrechte in einer diskursiven Figur im Pool eines neuen Relativismus a la ‘Frauen und Maenner existieren nicht, also wozu Quoten?’ zu ertraenken, ist gaenzlich neu und ziemlich repraesentativ fuer das Vorhaben des buergerlichen alternativen Milieus, um die Konsequenzen linker Diskurse am Ende herumzukommen, also ein dialektisches Phaenomen, mit dem man rechte Resultate durch linke Diskurse, vor allem die franz. ‘Postmoderne’, rechtfertigt. Die Piraten sind insofern nicht wirklich neu, aehnliche Diskurse gab es von den Verfechtern der konservativen Revolution der Weimarer Republik, weshalb sie bis heute bei gewissen ‘Linken’ beliebt sind, vor allem nebenbei gesagt im ‘kuenstlerisch-kulturellen Milieu’.

    andreask

    September 21, 2011 at 8:12 pm

  14. bemerkenswert auch, wie gut in weissen deutschen blogs weiterhin der Mechanismus funktioniert, gewisse ‘Reizworte’ im eigentlichen, ‘zivilisierten’ Text fallenzulassen und hernach die KommentatorInnen-Meute genau diese in die ‘richtige’ Richtung weiterentwickeln zu lassen; um zu zeigen, dass man punktuell nichts davon hielte, engagiert man sich evtl. in zwei kurzen relativierenden Kommentaren, darueber hinaus, wie in jenen Kommentaren zum Sabina-England-Interview abzulesen, hat man aber jene Kommentatoren, die man verdient (und um die man natuerlich auch weiss). Dass auch andere blogs von rechtstendenten, meist anonymen Kommentaren ueberschwemmt werden traegt hier leider wenig zur Entlastung bei, denn Englands durchaus nicht gaenzlich populistischen Staat-Israel/Apartheids-Vergleich mit mittelalterlichem Schwert-Islam zu konterkarieren ist keine ‘Pro-Israel-Haltung’ irgendeiner Art, sondern simplerweise rassistische, duemmliche Hetze und diese Gedankenfigur wird nicht nur von anonymen Kommentatoren, sondern auch von ‘emanzipativen Rock-ueber-der-Hose-TraegerInnen’ im Maedchenmannschaft-blog auf die eine oder andere Art variiert, wie jeder dort nachlesen kann. Nun koennte man andererseits mitleidvoll sagen, dass die Editoren des blogs viel zu tun haetten, wenn sie den emanzipativen Teil ihrer Kommentare vom nationalistischen und rassistischen Teil per Loeschfunktion trennten, nur warum ist dies DORT tatsaechlich eine Aufgabe, die nicht zu bewaeltigen ist, weil die ‘weisse fortschrittliche Frau’ dort implizit oder explizit permanent als Gegenthese zum rueckstaendigen nicht-weissen Mann und deren weiblichem ‘Korrelat’ erscheint (siehe letzte Frage an England)? Warum ist das so?

    http://maedchenmannschaft.net/interview-mit-sabina-england/

    andreask9

    September 24, 2011 at 6:36 pm

  15. noch kurz zu dem letzten Phaenomen, der unvermeidlich trivial-homogenisierenden Frage an Sabina England, wie es den mit dem ‘muslimischen Feminismus’ oder der ‘muslimischen Frauenbewegung’ in diesen Tagen bestellt sei, nicht nur dass in dieser Frage die offenbar unbewusste, aber in hiesigen Kulturkreisen umso weiter verbreitete Annahme liegt, der muslimische Feminismus wuerde erst in diesen Tagen von Revolution und Aufstand gewissermassen aus tausendjaehrigem Schlaf erwachen, viel penetranter ist die Pauschalisierung und Homogenisierung, die in dieser Frage liegt. Was wuerde man etwa von einer muslimischen, indischen Journalistin halten, die eine christliche, womoeglich deutschstaemmige Aktivistin aus Pakistan fragt, wie es um die Stituation des ‘christlichen Feminismus’ denn allgemein in diesen Tagen der rechtstendenten Oeko-’zurrueck zurr Naturr’-Papst-Reden bestellt sei, mit so einem mitleidigen Unterton, richtig, man wuerde sie fuer eine Idiotin halten. So also muessen wir die Interviewerin im Maedchenmannschaft-blog fuer eine Idiotin halten und wir tun es tatsaechlich.

    andreask9

    September 25, 2011 at 10:40 pm

  16. ..noch dieser Kommentar sei hier gerettet:

    ..seltsam– wenn irgendwelche weissen Maenner in der jungen welt von Apartheid und Israel schreiben, gilt das als intellektuell, tut das eine PoC und Muslimin, muss man den Begriff ‘klaeren’. Wieso klaert IHR nicht simplerweisen euren weissen rassistischen Bias?

    “In diesem Jahr wird Israel 50 Jahre als. Was wünschen Sie sich für Ihr Land?

    Eine Entzionisierung. Die Beseitigung von Apartheid und Diskriminierung. Seit Jahren sage ich, daß Israel ein Apartheid-Staat ist und Nicht-Juden diskriminiert. Ich wünsche mir, daß unser Land diese Art der Diskriminierung beendet. Ich bin kein Utopist. Ich meine die legale Diskriminierung und die offizielle Unterdrückung. Dies wäre eine gute Grundlage für einen “kalten Frieden” im Nahen Osten. Ich erwarte keinen “warmen Frieden” für die Region. Ich bin für einen “kalten Frieden” wie er zwischen Griechenland und Mazedonien existiert. Beide mögen sich nicht, führen aber auch keinen Krieg gegeneinander.”

    http://www.watzal.com/FR98429.txt

    intellektuell, ein Standpunkt oder aber ‘klaerungsbeduerftig’?

    andreask9

    September 27, 2011 at 1:21 am

  17. ..unterdessen zeigt sich das leider allzu wirkliche Berlin im Kaufhaus Dussmann von seiner bekannten seite: ein israelischer Musiker wird verdaechtigt, seine *eigene* CD geklaut zu haben und vom Sicherheitspersonal in 100m Entfernung vom Geschaeft uebel zusammengeschlagen, ein Proteststurm vor allem israelischer Musiker und Dussmann-Kunden auf der facebook homepage des Unternehmes wird vom ‘liberalen tageSSpiegel’ (wie sollte es anders sein) ‘shitstorm’ genannt, das Unternehmen bleibt indes bei seiner Version, der Musiker habe eine Detektivin beleidigt, gar bedroht oder geschlagen. Freunde des Musikers sagen aus, er habe schon am Boden gelegen und sei geschlagen worden, bevor das ‘corpus delicti’, seine CD, in seiner Tasche ausgemacht worden sei und er die Dummheit der Detektivin, seine eigene CD trimphierend in die Hoehe zu halten, entsprechend benannt habe. Auf der Dussmann-facebook-homepage kommt es innerhalb kuerzester Zeit zu antisemitischen Ausfaellen vor allem in Form des sattsam bekannten ‘Holocaust-Privileg’-'Arguments’, mehrere deutsche Kommentatoren verweisen stolzgeschwellter Brust auf ‘deutsche Gerichte’, deren Rechtsprechung erst einmal ‘abzuwarten’ sei, das alte Wissen um die Rechtsprechung im Sinne des ‘Volkes’ ist also nicht verloschen, wir sahen das oben zu deutlich, dazu gesellen sich die ueblichen Klempner- und Tekkno-Nazis, alle sind beisammen. Unterdessen, waährend sich jugendliche U-Bahnschlaeger’ mit ‘Migrationshintergrund’ auf 8-12 Jahre Haft einstellen und das Paradigma der ‘unfassbaren Migrantengewalt’ in deutscher Politik und Medien unfreiwillig in Stein meisselten, darf Thorben ‘Rektal’ P. wieder zur Schule gehen, einer christlichen, gar katholischen Privatschule, in der man ihm jeden Tag die Barmherzigkeit des christlichen Gottes ausbuchstabieren wird, unseres Gottes, des Gottes der ‘Guten und WeiS(S)en’.

    http://www.facebook.com/kulturkaufhaus

    andreask9

    September 28, 2011 at 1:05 am

  18. einmal mehr ignoriert der tsp. Machtgefaelle und macht Stimmung gegen Schwache, diesmal gegen Radfahrer, Kommentare der notorischen Berliner Polizei inklusive. Noch immer scheint im Westen niemand ausserhalb der Expertenzirkel zu wissen oder zu begreifen, dass die relative ‘Sicherheit’ des Autoverkehrs in den letzten 20 Jahren vor allem auf der weitgehenden Exklusion von schwachen Verkehrsteilnehmern beruhte, insofern wird die Anzahl der Toten fortgesetzt groesser werden je mehr Berlin zur ‘Fahrradstadt’ (harhar) wird.

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/mit-gottes-segen-gegen-die-kampfradler/4677908.html?p4677908=2

    andreask9

    October 1, 2011 at 7:59 pm

  19. ..vielleicht noch einmal eine Anmerkung zur Piratenpartei, deren LV-Berlin-Pressesprecherin, Lena Rohrbach, usnerem treuen Autor einst als hyper-intellektuelle StudiVZ-Nutzerin ueber den Weg gelaufen war, eine Begegnung, die mit einem unegluecklichen Treffen in der Volksbuehne und Andersens ‘Scheekoenigin’ [huestel] endete, jene Lena Rohrbach begruendet die Nicht-Zustimmung der Piraten-Bundespartei zur Blockade einer Nazidemo in Dresden nicht ganz originell, denn die Nazis selbst argumentieren exakt ebenso, mit dem Grundrecht von jedermann, i.e. der Nazis, auf Demonstrationen, ein Argumentationsmuster, das auch maennliche weisse deutsche Wikipedia-Autoren immer wieder in der erstaunlich ‘neutralen’ Schilderung von Weltkriegszusammenhaengen anfuehren: auch die Nazis haben ein Anrecht auf ‘neutrale’ historische Betrachtungen: der Polenfeldzug. Man fragt sich an dieser Stelle, wieviele Muslime/Juden/PoC tatsaechlich in der Piratenpatei angesiedelt sind, wir nehmen an: niemand.

    http://www.spreeblick.com/2010/01/22/zieht-die-piratenpartei-sachsen-ihre-unterstutzung-fur-die-demo-nazifrei-dresden-stellt-sich-quer-zuruck/#comment-744655

    “Die einzige Unterstützung, die die Piratenpartei als Partei und auf Bundesebene (Landesverbände und Privatpersonen sind schon wieder eine andere Sache) nicht gibt, ist die für eine Blockade, da sich diese Einschränkung der Versammlungsfreiheit nicht mit unserem Kampf für Grundrechte vereinbaren lässt. Als Partei und auf Bundesebene lehnen wir eine Blockade daher ab: Grundrechte gelten auch für Rechtsextremisten – auch, wenn das weh tut, man sich heimlich viell. anderes wünschen würde oder schlechte Spreeblickpresse dafür bekommt ;). Für Blockaden gilt, um eine Tazschlagzeile abzuwandeln: “Falsche Aktion trifft die richtigen.”

    Auch ohne zu blockieren, können, wollen und werden wir als Piraten aber Flagge gegen Rechtsextremismus zeigen: In Form von Demonstrationen, Kundgebungen u.ä.. Diese Aktionen unterstützen wir offiziell und personell und planen sie derzeit. Wir sehen uns in Dresden!”

    andreask

    October 2, 2011 at 12:27 pm


Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Connecting to %s

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.