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Kameradin, Kameradin
Kameradin, ich sah dich in der Menge, deine Augen hatten es mir gesagt, du hattest nein gesagt, einmal zweimal dreimal, nein gesagt zu ihrer Wirklichkeit.
Kameradin, ich sah dich in der Menge, deine Augen sagten es mir, du wuerdest wieder nein sagen, zu ihren kleinen Demuetigungen, ihrer Angst, du koenntest so werden wie sie, ihrer Angst.
Doch Kameradin, ich hatte deine Augen in der Menge gesehen, einmal zweimal dreimal, die nein gesagt hatten, zu ihrer Angst, du koenntest so werden wie sie, denn so wie sie wuerdest du niemals werden, ihr Gefaengnis das sie Freiheit nennen wuerdest du niemals betreten.
Kameradin, ich hatte deine Augen in der Menge gesehen und diese Augen sagten nein, und diese Augen waren wie die meinen und obwohl dein Gesicht nicht wie das meine war, dein Haar nicht wie das meine, deine Haut nicht wie die meine, hattest du meine Augen gesehen, die waren wie die deinen.
Kameradin, sie wollten sie dir nehmen, nachdem sie dir deine Freiheit genommen hatten, deine Wohnung und deine Kinder, wollten sie dir deine Gedanken nehmen, deine Wuerde, deine Augen und du hattest nein gesagt, das Haus ihrer Raubtaten wuerdest du niemals betreten.
Kameradin und ich hatte dich erkannt, an deinen Augen, in der Menge, in der du nicht allein warst, hatte ich dich gesehen und ich hatte gewusst, du hattest mich gesehen und du wusstest dass du nicht allein warst und du hattest nein gesagt einmal zweimal dreimal.
(nach Bernard Marie Koltes)